Charité-Chef fordert Gesamtstrategie für Krisenzeiten
ZDF
Nach dem Stromausfall in Berlin sieht der Charité-Chef auch Gefahren für die Gesundheitsversorgung. Jetzt fordert er Maßnahmen der Regierung.
Klare Zuständigkeiten und eine bessere Krisenkommunikation. Der Charité-Chef Heyo Kroemer fordert neue Maßnahmen, um die Gesundheitsversorgung fit für den Ernstfall zu machen. Nach dem Stromausfall in Berlin fordert der Vorstandsvorsitzende der Charité Berlin eine "Gesamtstrategie" für die Gesundheitsversorgung in Krisen- und Kriegszeiten. Im Berliner Südwesten waren Zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom. Ein Szenario, auf das der Gesundheitssektor in Deutschland laut Heyo K. Kroemer nicht gut genug vorbereitet ist. ZDFheute: Herr Professor Kroemer, ist die Berliner Charité gut auf einen Stromausfall oder andere Krisen vorbereitet? Kroemer: Die Charité kann einen Stromausfall mehrere Tage über Notstromaggregate überbrücken. Das sichert lebenswichtige Bereiche, aber nicht den kompletten, regulären Betrieb. Wir arbeiten intensiv an unserer internen Resilienz, üben Szenarien und überprüfen Abläufe. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder: Auch ein großes einzelnes Krankenhaus kann Krisen nicht allein bewältigen. Entscheidend ist die Vernetzung mit anderen Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Behörden und Versorgern in der Umgebung. Resilienz entsteht erst im Zusammenspiel. ... ist seit 2019 der Vorstandsvorsitzende der Charité in Berlin. Zuletzt leitete er den "Expertenrat Gesundheit und Resilienz" der Bundesregierung.













