Proteste im Iran weiten sich aus
ZDF
Seit Tagen kommt im Iran zu Protesten gegen das Regime und die schlechte Wirtschaftslage. Am Mittwoch soll es einen weitere Demonstration geben.
Seit Tagen kommt im Iran zu Protesten. Bei Zusammenstößen soll es mehrere Tote gegeben haben. Aktivisten rufen zu einer weiteren Demonstration in der Hauptstadt am Mittwoch auf. Aktivisten haben zum Protest im historischen Basar der iranischen Hauptstadt Teheran aufgerufen. "An die Menschen von Teheran. Wenn ihr vorhabt, zum Einkaufen das Haus zu verlassen (...) lasst uns dieses Mal den Weg ändern. Nicht zu den Schaufenstern, nicht zum Glanz und Prunk, sondern kommt zum landesweiten Aufstand für Brot und Würde", hieß es in einem Aufruf, der auf Telegram geteilt wurde. Der Protest soll demnach an diesem Mittwoch stattfinden. Am Dienstag kam es in Teheran bereits zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, die mit Tränengas die Proteste aufzulösen versuchten. Aktivisten zufolge sind inzwischen mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2.000 seien festgenommen worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA. Auch zwei Sicherheitskräfte wurden demnach getötet. Auch im Westen Irans sind mit Einbruch der Dunkelheit am Dienstag erneut schwere Proteste ausgebrochen. In der mehrheitlich kurdischen Provinz Ilam kam es zu Ausschreitungen, wie Aktivisten in den sozialen Medien berichteten. Bei einem Begräbnis von getöteten Demonstranten riefen Trauernde in der Stadt Malekschahi Protestslogans gegen die autoritäre Führung der Islamischen Republik. "Tod dem Diktator", war in Videos zu hören. Auch die regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars berichtete auf Telegram über Unruhen der Stadt. Dem Bericht zufolge setzten Demonstranten drei Banken in Brand. Bei dem Protest auf dem Teheraner Markt kam es am Dienstag zu plötzlichen Ausschreitungen, wie Augenzeugen, Aktivisten und auch iranische Medien berichteten. Videos in den sozialen Medien zeigten Menschenmengen in den Gassen des Basars, die Protestslogans riefen. "Freiheit, Freiheit, Freiheit", war auf einem Video zu hören. Sicherheitskräfte schossen Tränengas, um die Demonstrationen aufzulösen, wie das Menschenrechtsnetzwerk HRANA auf X berichtete. Demnach schlossen sich Einwohner den Protesten der Händler an.













