"Wie Krieg": Proteste im Iran spitzen sich zu
ZDF
Im Iran finden die größten Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle statt. Die Demonstranten fordern den Sturz der islamischen Republik.
Im Iran haben die größten Demonstrationen seit Beginn der jüngsten Protestwelle stattgefunden. Die Demonstranten fordern den Sturz der islamischen Republik. Mehr als eine Woche nach Beginn der landesweiten Proteste im Iran haben die Demonstrationen einen Höhepunkt erreicht. Videos in sozialen Medien zeigten Menschenmassen in der Hauptstadt Teheran. Augenzeugen berichteten von Sicherheitskräften, die mit Tränengas gegen vermummte Demonstranten vorgingen. Auf Videos von Aktivisten sind brennende Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in Teheran zu sehen. Die Proteste kehrten auch in viele andere Metropolen zurück, nachdem in den vergangenen Tagen vor allem Bewohnerinnen und Bewohner der westlichen Provinzen demonstriert hatten. In der Millionenstadt Maschhad im Nordosten berichteten Augenzeugen von großen Protesten. Es sei "wie Krieg", beschrieben Einwohner die Szenen auf den Straßen. Die Behörden schalteten unterdessen den Internetzugang für die Bevölkerung ab. Das Land befinde sich in einem "Internet-Blackout", berichtete die in London ansässige Organisation NetBlocks. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Donnerstag einen Einbruch des Web-Traffics um 100 Prozent. Auch per Telefon waren Kontakte im Iran zunächst nicht mehr erreichbar.













