Was ist über die Vulkangruppe bekannt?
ZDF
Zum Anschlag aufs Stromnetz in Berlin hat sich eine "Vulkangruppe" bekannt. Die Polizei hält das Bekennerschreiben für echt. Wer steckt dahinter?
Zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat sich eine "Vulkangruppe" bekannt. Die Polizei hält das Bekennerschreiben für echt. Denn es enthält Detailwissen vom Tatort. Es ist ein kalter Januar-Samstag, als Tausende Menschen im Südwesten Berlins plötzlich ohne Strom dasitzen - betroffen sind insgesamt 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten. In den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf und Wannsee soll die Stromversorgung erst wieder ab Donnerstag komplett wiederhergestellt sein. Bis dahin müssen die Menschen vor Ort ohne Licht und teils auch ohne Heizung ausharren - mitten im Winter. Auslöser des Stromausfalls war Behördenangaben zufolge der Brand an einer Kabelbrücke - mutwillig gelegt von einer "Vulkangruppe". Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin übernahm am Montag die Ermittlungen. "In Berlin und Brandenburg werden seit dem Jahr 2011 in unregelmäßigen Abständen Brandanschläge auf neuralgische Punkte der öffentlichen Infrastruktur begangen", schreibt das Bundesamt für Verfassungsschutz über die Gruppierung. Ideologisch seien sie im "anarchistischen Spektrum zu verorten". Tatsächlich gab es nach ZDFfrontal-Recherchen 2024 durchaus Sympathie in Teilen der linksradikalen Szene für die Aktionen. Distanzieren von den Taten wollte sich damals kaum jemand. Über die Gruppierung ist - bis auf ihre linksextremistische Gesinnung - bislang nur wenig bekannt: Wer und wie viele Mitglieder sie hat und wie diese sich organisieren, ist unklar.













