BASF-Werk in Zhanjiang: Wie passt das zur China-Strategie?
ZDF
Deutschland will unabhängiger von China werden - dennoch öffnet Chemie-Riese BASF dort sein bisher teuerstes Werk. Was steckt dahinter?
Deutschlands Wirtschaft will unabhängiger von China werden - dennoch öffnet Chemie-Riese BASF dort sein bisher teuerstes Werk. Firmenchef Kamieth verteidigt die Investition. Ein Milliarden-Großprojekt, das ohne Verzögerung und Kostenexplosion fertiggestellt wird? Willkommen am neuen Chemiestandort von BASF im südchinesischen Zhanjiang. Mit 8,7 Milliarden Euro ist es die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. "China ist der größte Chemiemarkt der Welt und auch der am stärksten wachsende Chemiemarkt der Welt", sagt BASF-Chef Markus Kamieth im Interview mit ZDFheute. "Deswegen haben wir uns entschieden, die nächste Großinvestition hier in China voranzutreiben." In Zhanjiang sollen Kunststoffe und Chemikalien für Autos, Konsumgüter, Medizin und Elektronik entstehen. Vom Grundstoff bis zum Endprodukt sind die Produktionsabläufe eng miteinander verzahnt - das ist das Merkmal eines Verbundstandorts. Vorteil: Energieeffizienz. Außerdem soll das Zhanjiang-Werk zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom betrieben werden. Klingt gut - und doch stellt sich die Frage: Passt die Investition in die neue China-Strategie des De-Risking? Womit gemeint ist, dass Deutschland bemüht ist, die wirtschaftliche Abhängigkeit, insbesondere von China, zu verringern. Wenn auch, ohne die Handelsbeziehungen komplett abzubrechen. Wie fügt sich nun dieses gigantische Werk, diese Investition, in diese Strategie ein? Passt das noch zusammen? BASF-Chef Marcus Kamieth widerspricht: "Ich finde das Wort Abhängigkeiten immer ein bisschen fehlgeleitet, weil wir natürlich uns hier Chancen erarbeiten."












