Benzin & Diesel: So reagiert das Ausland auf die Spritpreise
ZDF
Preisdeckel für Benzin und Diesel oder Verkaufs-Limits an der Tankstelle: Im Ausland wird unterschiedlich auf die hohen Spritpreise reagiert.
Preisdeckel für Benzin und Diesel oder Verkaufs-Obergrenzen an der Tankstelle: Im Ausland wird unterschiedlich auf die hohen Spritpreise reagiert. Ein Überblick über die Maßnahmen. Seit Beginn des Iran-Kriegs steigen an Tankstellen weltweit die Preise für Diesel und Benzin. Hintergrund der Energiekrise ist die Blockade der Straße von Hormus, einer Meerenge, die beim Transport von Öl entscheidend ist. Um den hohen Spritpreisen entgegenzuwirken, plant die deutsche Bundesregierung gesetzlich zu regeln, dass Tankstellen nur noch einmal täglich ihre Preise anheben dürfen. Preissenkungen hingegen sollen jederzeit möglich sein. Inspiriert ist der Vorschlag von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) von einer Regelung aus Österreich. Aber auch in anderen Ländern gibt es Ansätze, um dem Problem zu begegnen. Seit 2011 durften Österreichs Tankstellen nur einmal am Tag, exakt um 12 Uhr mittags, ihre Preise anheben. Preissenkungen hingegen sind jederzeit möglich. Im Zuge der Energiekrise wurde diese Regelung noch einmal verschärft: Inzwischen dürfen Tankstellen Kraftstoffpreise nur maximal dreimal pro Woche erhöhen. In Planung ist außerdem eine Senkung der Mineralölsteuer um fünf Cent pro Liter und eine Begrenzung der Gewinnmargen von Raffinerien und Tankstellen. Rund eine Woche nach Kriegsbeginn verhängte Kroatien einen Preisdeckel für Kraftstoffe. Seitdem darf ein Liter Diesel höchstens 1,55 Euro kosten, Benzin höchstens 1,50 Euro. Eine ähnliche Regelung gilt in Ungarn, dort sind die Preise auf umgerechnet 1,56 Euro (Diesel) und 1,51 Euro (Benzin) pro Liter gedeckelt.







