2025 meldete alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz an
ZDF
2025 gingen so viele Unternehmen insolvent wie seit 2014 nicht mehr. 24.064 Firmen rutschten in die Pleite, so das Statistische Bundesamt.
Im vergangenen Jahr gingen so viele Unternehmen insolvent wie seit zehn Jahren nicht mehr. Insgesamt rutschten 24.064 Firmen in die Pleite, so das Statistische Bundesamt. In der Wirtschaftskrise sind so viele Unternehmen in Deutschland in die Pleite gerutscht wie seit mehr als zehn Jahren nicht. 2025 registrierten die Amtsgerichte 24.064 beantragte Firmeninsolvenzen, 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "2025 war ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte Volker Treier, Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). "Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden." Der Krieg im Nahen Osten gefährde die ohnehin fragile Lage. Schon 2023 und 2024 war die Zahl der Firmenpleiten je um mehr als 20 Prozent gewachsen. Gemessen daran ebbte der Anstieg im vergangenen Jahr ab. "Höher als 2025 hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt im Jahr 2014 mit 24.085 Fällen gelegen", schrieben die Statistiker. Alte Höchststände sind aber nicht erreicht: In der Finanzkrise 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 32.687 Fälle geklettert. Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID), sagt dazu: Die deutsche Wirtschaft wird seit Jahren von einer Pleitewelle heimgesucht. Auch Privatleute geraten zunehmend in finanzielle Bedrängnis. 2025 gab es nach Angaben der Statistiker 77.219 Verbraucherinsolvenzen - 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
