Spritpreise: Kartellamt dämpft Hoffnung auf Kontrolle
ZDF
Wirtschaftsministerin Reiche kündigt wegen steigender Spritpreise eine Kartellamtsprüfung an. Die Behörde dämpft die Hoffnung auf rasche Hilfe.
Die Spritpreise steigen wegen des Iran-Kriegs immer weiter. Wirtschaftsministerin Reiche kündigt eine Kartellamtsprüfung an. Die Behörde dämpft die Erwartungen auf rasche Hilfe. Der Iran-Krieg treibt die Preise an den Tankstellen in Deutschland weiter in die Höhe - und befeuert die Debatte über mögliche Schritte der Politik zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Einen Tag nach dem Dieselkraftstoff hat am Donnerstag auch die günstigste gängige Benzinsorte Super E10 die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnittspreis überschritten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte eine Überprüfung der Preise an: "Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe", sagte Reiche im Podcast von "Table.Briefings". Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch. Eine Spritpreisbremse hatte Reiche zuvor ausgeschlossen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) drohte Mineralölkonzernen im ZDF mit Konsequenzen, sollten sie versuchen, aus der aktuellen Lage Kapital zu schlagen. Die Gründe für die hohen Preise sind der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus vor der Küste des Landes. Sie spielt für Öl- und Gaslieferungen eine wichtige Rolle. Seit der Eskalation am vergangenen Samstag sind auch Rohöl und Gas deutlich teurer geworden.
