Lufthansa-Streik: Rund 300 Flüge könnten ausfallen
ZDF
Zwei Tage will die Pilotengewerkschaft bei der Lufthansa streiken. Rund 300 Flüge würden ausfallen - doch wegen des Iran-Kriegs gelten Ausnahmen.
Zwei Tage will die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit bei der Lufthansa streiken. Passagiere im Krisengebiet seien vom Protest unberührt, versichert die Gewerkschaft. Bei der Lufthansa soll in der Nacht zum Donnerstag ein zweitägiger Pilotenstreik beginnen. Flugausfälle sind vor allem an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu erwarten. Das Unternehmen hat aber zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke könnten sogar 60 Prozent der Flüge starten. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo muss demnach nur 20 Prozent ihrer für Donnerstag und Freitag geplanten Flüge absagen. Nicht bestreikt werden die Flugbetriebe Discover Airlines und Lufthansa City Airlines sowie die Tochter Eurowings und sämtliche ausländische Gesellschaften der Gruppe wie Austrian, Air Dolomiti oder Swiss. In der Folge sind die Flughäfen außerhalb der deutschen Drehkreuze weniger stark betroffen, da dort voraussichtlich nur Verbindungen von und nach Frankfurt und München entfallen. Grundsätzlich würden Kundinnen und Kunden "aktiv per E-Mail" benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein, wie die Lufthansa weiter mitteilte. Gleichwohl sollten sich Fluggäste auf der Website der Airline oder in der Lufthansa App über ihren aktuellen Flugstatus informieren. Zuvor hatte bereits die streikende Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zugesichert, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Streikwelle. Rund 300 Flüge pro Tag werden voraussichtlich ausfallen, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro in einer Video-Botschaft an die Beschäftigten. Bei der ersten, auf einen Tag beschränkten Streikwelle am 12. Februar waren rund 800 Flüge und damit mehr als das Doppelte ausgefallen.
