Krieg gegen Iran: Öl- und Spritpreise steigen
ZDF
Die Eskalation des Iran-Konflikts lässt den Ölpreis steigen. Auch die Spritpreise gehen nach oben. Ökonomen warnen vor neuen Inflationsrisiken.
Die Eskalation des Iran-Konflikts lässt den Ölpreis steigen. Auch die Preise von Benzin und Diesel gehen nach oben. Ökonomen warnen vor neuen Inflationsrisiken. Nach den Angriffen der USA und Israels gegen Iran und dessen Gegenschlägen haben die Ölpreise zunächst kräftig zugelegt. Auch die Spritpreise gingen nach oben und werden voraussichtlich weiter steigen. Am Montag stiegen die Spritpreise kräftig, nachdem sie schon am Wochenende angezogen hatten. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete am Sonntag ein Liter Super E10 mit 1,794 Euro bereits 1,6 Cent mehr als am Freitag - so viel wie seit Mai 2024 nicht mehr. Diesel verteuerte sich um 1,3 Cent auf 1,759 Euro je Liter - den höchsten Wert seit April 2024. Am Montag beschleunigte sich der Preisanstieg: "Die Zahlen am Vormittag deuten auf eine Dimension von drei bis vier Cent", sagt der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer. Deutlich höhere Spritpreise befürchten offenbar auch Tankstellenkunden - und füllen ihre Tanks noch mal auf. Der Andrang sei schon am Sonntag groß gewesen, sagte der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands, Herbert Rabl: Am Ölmarkt waren in der Nacht zum Montag die Preise für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA ebenfalls stark gestiegen. Brent erreichte in der Spitze den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl auf den höchsten Stand seit Juni 2025, sanken aber im Verlauf des Montags wieder etwas. Für Brent mussten zuletzt noch 78,30 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden, für US-Öl noch 71,71 Dollar. Das waren je rund sieben Prozent mehr als vor dem Wochenende. Auch der Erdgasmarkt reagiert auf die Entwicklungen in Nahost. Der für europäisches Erdgas richtungsweisende Terminkontrakt TTF stieg im Vergleich zu Freitag um etwa ein Viertel. Das ist der stärkste Preissprung seit August 2023.
