Wie kleine Bauernhöfe ums Überleben kämpfen
ZDF
Die Landwirtschaft in Deutschland ist abhängig von EU-Geldern. Mit welchen Herausforderungen eine Hoferbin aus Rheinland-Pfalz zu kämpfen hat.
Viele Landwirte üben ihren Beruf aus Überzeugung und mit Leidenschaft aus. Doch gerade in kleineren Betrieben ist die Frage nach der Wirtschaftlichkeit oft belastend. Sophias Arbeitstag beginnt früh morgens im Melkstand. Danach arbeitet sie in der hofeigenen Käserei, auf ihrer Kuhweide und kümmert sich um den Hofladen. Feierabend hat sie erst, wenn andere längst zu Hause sind - und steht am nächsten Morgen pünktlich wieder im Stall. Auch am Wochenende. Sophia ist Landwirtin aus Überzeugung, aufgewachsen zwischen Stall und Weide. Noch leitet ihr Vater den kleinen Demeter-Hof der Familie im Hunsrück in Rheinland-Pfalz. Doch in diesem Jahr wird sie den Betrieb übernehmen. Gern möchte sie ausschließlich von dem leben, was ihre Felder und Tiere hergeben. Doch das ist für kleine Höfe wie ihren kaum realistisch. Ohne die Subventionen der Europäischen Union würde Sophias Hof nicht überleben. Da geht es ihr wie vielen Bauernhöfen in Deutschland. Diese finanziellen Hilfen sind für die meisten kleinen Betriebe kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil des Einkommens. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung machten Subventionen im Wirtschaftsjahr 2023/2024 rund 33 Prozent des landwirtschaftlichen Einkommens aus. Bei Klein- und Nebenerwerbsbetrieben liegt dieser Prozentsatz noch deutlich höher. EU-Subventionen sind öffentliche Geldzahlungen der Europäischen Union an landwirtschaftliche Betriebe. Sie gehören zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die GAP ist eines der größten Förderprogramme der EU. Es soll die Landwirtschaft wirtschaftlich stabilisieren und die Versorgung mit Lebensmitteln sichern. Ein zentraler Bestandteil sind Direktzahlungen. Landwirte erhalten sie, wenn sie landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften und bestimmte Vorgaben einhalten.











