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Schock für Bauwillige: KfW stoppt Förderung

Schock für Bauwillige: KfW stoppt Förderung

ZDF
Monday, January 24, 2022 04:32:43 PM UTC

Unerwartet stoppt die Bundesregierung die Förderung energieeffizienter Gebäude - sofort. Aufgrund der Antragszahl sei das Geld leer.

Eine Woche früher als eigentlich geplant wird somit Bauherr*innen ein Riegel vor die KfW-Förderung geschoben. Wer auf den letzten Drücker seinen Antrag noch vor dem Stichtag am 31.01.2022 stellen wollte, dürfte geschockt sein.

Die neue Bundesregierung, die sich Klimaschutz auf ihre Fahne schreibt, stoppt also vorzeitig die Förderung für bestimmte klimafreundliche Effizienzhäuser mit geringem Energieverbrauch.

Zu viele Anträge auf Förderung und ein Volumen von insgesamt 20 Milliarden Euro zwischen November 2021 und Januar 2022 hat das Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung des Grünen-Politikers Robert Habeck offenbar zu diesem Schritt veranlasst. Es sei eine grundlegende Reform geplant, heißt es. Wie sie aussieht und wann sie kommt, ist noch offen.

Für das Baugewerbe ist es ein "Schock für Bauherren und Bauwillige", so Bundesbauministerin Klara Geywitz von der SPD weiter. Die Wohnungswirtschaft befürchtet eine "Vollbremsung" beim Klimaschutz im Gebäudebereich.

Ab sofort können keine Anträge mehr für alle drei Programmbereiche der KfW-Förderung für effiziente Gebäude mehr gestellt werden. Das gilt für die Neubaustandards Effizienzhaus 55 und 40 sowie für die energetische Sanierung. Die Zahlen 55 und 40 geben die Höhe der CO2-Einsparungen an. Noch nicht entschieden sei, was mit den eingegangenen, aber noch nicht bewilligten Anträgen auf Neubauförderung geschieht.

Die derzeit dafür zur Verfügung stehenden KfW-Mittel reichten nicht aus, heißt es aus Berlin. Es soll nun geprüft werden, ob die KfW für diese Anträge statt der Förderung ein Angebot zinsverbilligter Kredite zu Verfügung stellen kann.

Für Häuslebauer hat das neue Jahr bescheiden gestartet. Denn wer sich als Bauherr*in in der Vergangenheit über niedrige Zinsen und die KfW-Förderung gefreut hat, hat nun in doppelter Hinsicht das Nachsehen.

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