Wie unzufrieden ist die CDU mit Merz?
ZDF
Drei Tage lang trifft sich die CDU zu ihrem Parteitag. Parteichef Merz schlägt der Vorwurf entgegen, nicht mutig genug bei Reformen zu sein.
Drei Tage lang trifft sich die CDU zu ihrem Parteitag in Stuttgart. Parteichef Merz schlägt der Vorwurf entgegen, nicht mutig genug bei Reformen zu sein. Die Partei wirkt genervt. 1.001 Delegierte, weitere 1.000 nationale und internationale Gäste - Parteitage sind häufig der Gradmesser für die Stimmungslage in der CDU. Und nicht selten machen die Delegierten ihrer Enttäuschung Luft - insbesondere dann, wenn die Parteispitze versucht, eine latente Unzufriedenheit einzuhegen. Die drei Tage in Stuttgart werden für Friedrich Merz zu einem Lackmus-Test für seine Reformagenda werden. Nicht wenige in der CDU erinnern sich an das Versprechen ihres Parteivorsitzenden und seines Generalsekretärs, Carsten Linnemann, die CDU nicht mehr wie eine Außenstelle des Kanzleramtes zu führen, sondern der Partei eine eigene, vor allem inhaltlich treibende Rolle zuzugestehen. Den passenden Slogan lieferte das Duo Merz-Linnemann passenderweise gleich mit: CDU pur solle die Partei künftig vertreten, befreit von den Zwängen und Kompromissen einer Koalition. Auf dem Parteitag will Friedrich Merz seiner Partei jetzt beweisen, dass er nicht nur der Außenkanzler ist, sondern auch die Innenpolitik beherrscht. In den letzten Wochen hatten führende Unionspolitiker den Verdacht geäußert, dass die Enttäuschung vor allem in Teilen der Wirtschaft von Merz nicht mehr wettzumachen sei. Bei der Generalprobe für seinen Auftritt in Stuttgart ist von CDU-pur nur wenig zu spüren. Über 1.000 Zuhörer sind am Mittwochabend zum politischen Aschermittwoch der Rheinland-Pfalz-CDU nach Trier gekommen. Am 22. März will die Union die regierende Ampel-Koalition in Mainz ablösen. Wenn Baden-Württemberg gut geht, so CDU-Chef Merz, werde "ein Ruck durch Rheinland-Pfalz gehen".













