So sollten Kommunen in Klimaschutz investieren
ZDF
Hitzewellen, Hochwasser und andere Extremwetterereignisse nehmen zu. Die Klimabeiräte der Länder wollen Städte fit für den Klimawandel machen.
100 Milliarden bekommen Kommunen für Infrastruktur - die Klimabeiräte der Länder warnen vor Fehlinvestitionen. Sie fordern, Städte fit zu machen für eine neue Welt im Klimawandel. Sie ist nur eine von Abertausenden Schulen deutschlandweit, die sanierungsbedürftig sind: Die Helen-Keller-Realschule in München wird für rund 142 Millionen Euro von der Stadt renoviert. Dazu gehören neben Anbau und neuer Sporthalle auch: Begrünung auf Dach, Fassade und im Innenhof sowie eine neue Dämmung für das bestehende Gebäude. Was auf den ersten Blick wie ein relativ unbedeutendes Facelifting erscheint, ist für die Experten der Klimabeiräte der Bundesländer eine bedeutende strategische Investition. In einem länderübergreifenden Appell fordern sie, dass die Kommunen ihren Teil des von der Bundesregierung bewilligten Sondervermögens klimafest investieren. Karen Pittel, Ökonomin am Ifo-Institut und Mitglied des Klimabeirats der bayerischen Landesregierung, erklärt: In einer Welt also, in der Deutschland klimaneutral sein wolle, in der aber auch potenziell wesentlich höhere Temperaturen und damit auch mehr Extremwetterereignisse vorherrschten, so Pittel. Für die Helen-Keller-Realschule heißt das: An Tagen mit extremer Hitze kühlen die grünen Fassaden und das grüne Dach das Gebäude. Starker Regen kann in Versickerungsflächen im Innenhof aufgefangen werden, statt auf versiegelter Fläche zu Überschwemmungen zu führen.













