Spahn: Arbeitsjahre sollen für Renteneintritt zählen
ZDF
Wer länger gearbeitet hat, soll auch früher in Rente dürfen, sagt CDU-Politiker Spahn. Er hat auch Vorschläge zur Reform der Krankenversicherung.
Wer länger gearbeitet hat, soll auch früher in Rente gehen dürfen, sagt CDU-Politiker Jens Spahn. Der Unionsfraktionschef hat auch Vorschläge zur Reform der Krankenversicherung. Jens Spahn (CDU) hat grundlegende Reformen bei den Ausgaben der Renten- und Krankenversicherung gefordert. In der Rentendebatte plädiert der Unionsfraktionschef dafür, die geleisteten Arbeitsjahre zu berücksichtigen. Es gehe bei der Rente nicht nur um das Eintrittsalter, sondern auch um die Frage, wie lange jemand gearbeitet habe, sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" mit Blick auf die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission. "Das Konzept der Lebensarbeitszeit berücksichtigt, wie viele Jahre jemand tatsächlich gearbeitet hat", sagte Spahn. Er betonte: Studienjahre könnten nicht einfach mit Arbeitsjahren gleichgesetzt werden. Und wenn die Lebenserwartung auf 100 Jahre steige, "können wir nicht nur bis Mitte 60 arbeiten", betonte er. "Es gibt nicht die eine Antwort auf alle Probleme der Rentenversicherung", sagte Spahn weiter. Vieles sei denkbar. "Für den Dachdecker, der irgendwann nicht mehr arbeiten kann, könnten wir eine höhere Erwerbsminderungsrente einführen. Das unterstützt auch Arbeitsministerin Bärbel Bas", betonte der Unionsfraktionschef. Für das Gesundheitssystem schlägt Spahn eine Kopplung der Ausgabenentwicklung an die Einnahmen vor. "Die einfachste und schnellste Maßnahme ist, gesetzlich festzulegen, dass die Ausgaben im Gesundheitswesen nicht schneller steigen dürfen als die Einnahmen", sagte der frühere Gesundheitsminister.













