Epstein-Netzwerk: Privatflüge nach Großbritannien im Visier
ZDF
Das Netzwerk von Jeffrey Epstein reichte bis nach Europa. Die Polizei prüft, ob junge Frauen illegal nach Großbritannien eingeflogen wurden.
Das Netzwerk von Jeffrey Epstein reichte bis nach Europa. Die britische Polizei ermittelt, ob Frauen illegal nach Großbritannien gebracht wurden, um an Männer vermittelt zu werden. In der Affäre um den verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geht die britische Polizei Hinweisen auf das Einschleusen von Frauen nach Großbritannien mit Privatflugzeugen nach. Die Polizei in Essex erklärte am Dienstag, sie überprüfe Informationen, "die nach der Veröffentlichung der Epstein-Akten des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit Privatflügen zum und vom Flughafen Stansted aufgetaucht sind". Den früheren Prinzen Andrew, der in der Affäre massiv unter Druck steht, erwähnte die Polizei nicht. Der Rundfunksender BBC hatte bereits im Dezember berichtet, auf britischen Flughäfen seien im Laufe der Jahre fast 90 Privatflugzeuge Epsteins gestartet oder gelandet. An Bord einiger Maschinen waren demnach auch britische Missbrauchsopfer des US-Finanzberaters. Der frühere Premierminister Gordon Brown hatte daraufhin Ermittlungen der britischen Polizei verlangt - auch zu einer möglichen Verwicklung von Andrew Mountbatten-Windsor, einem Bruder von König Charles III. Ihm sei "privat mitgeteilt" worden, dass bei den Ermittlungen "im Zusammenhang mit dem ehemaligen Prinzen Andrew wichtige Hinweise zu Flügen nicht ordnungsgemäß überprüft" worden seien, schrieb Brown vergangene Woche in einem Beitrag im Magazin "New Statesman". Er habe die Polizei daher gebeten, "dies im Rahmen der neuen Ermittlungen zu überprüfen". Offenbar hätten die britischen Behörden bisher "kaum oder gar keine Ahnung, wer durch unser Land geschleust wurde und für wen außer für Epstein".













