U-Boote für Singapur: Mehr als ein Geschäft
ZDF
Sechs U-Boote aus Kiel, künftig gewartet in Singapur: Deutschlands Marinekooperation im Indopazifik wächst und ist Teil einer größeren Strategie.
Sechs U-Boote aus Kiel, künftig gewartet in Singapur: Deutschlands Marinekooperation im Indopazifik wächst. Für Verteidigungsminister Pistorius ist das Teil einer größeren Strategie. Sechs U-Boote aus deutscher Produktion hat Singapur bereits bestellt, nun wird auch die Wartung vor Ort ausgebaut. Der Kieler U-Boot-Bauer TKMS hat dazu am Rande der Indopazifik-Reise von Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Absichtserklärung mit dem lokalen Partner ST Engineering unterzeichnet. In Singapur soll ein erstes Wartungs- und Servicezentrum für den Pazifik entstehen - ein Schritt, der die Zusammenarbeit deutlich vertieft. Und ein Schritt mit strategischer Bedeutung: U-Boote aus deutscher Produktion müssten mit dem neuen Außenposten nicht mehr den langen Weg nach Kiel zurücklegen, um gewartet zu werden. "Wir haben an über 30 Nationen U-Boote verkauft - das ist für viele eine große Gelegenheit, Kosten und Aufwand zu sparen", sagt TKMS-Chef Oliver Burkhard. Singapur - wie die gesamte Indopazifik-Region - ist verunsichert. Chinas wachsender Einfluss, Konflikte im Südchinesischen Meer und Unsicherheiten über die Rolle der USA prägen die Lage. Viele Staaten reagieren darauf mit militärischer Aufrüstung, vor allem auf See. Burkhard sagt: Dass ein kleiner Stadtstaat künftig sechs U-Boote betreibt, sei "schon eine ganze Menge" - zugleich aber Ausdruck eines klaren Sicherheitsinteresses: Singapur wolle "wehrhaft sein" und Konflikte möglichst von sich fernhalten. Für die mitreisende verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni, kommt die engere Zusammenarbeit zur rechten Zeit:













