Der Kulturstaatsminister hört die Kritik. Und schweigt.
ZDF
Er ist wohl inzwischen die umstrittenste Personalie im Merz-Kabinett: Kulturstaatsminister Weimer wurde im Bundestag heute scharf kritisiert.
Wolfram Weimer ist inzwischen die wohl umstrittenste Personalie im Kabinett Merz. Im Bundestag wurde der Kulturstaatsminister nun scharf angegriffen, er selbst äußerte sich nicht. Wolfram Weimer sitzt schon auf der Regierungsbank, lange bevor die Debatte beginnt. Er hätte in dieser aktuellen Stunde das Wort ergreifen können, im Bundestag, Parlament und Öffentlichkeit seine Position in der so genannten Buchhandlungspreis-Affäre erklären können. Tut er aber nicht. Stattdessen hört er eine Stunde zu, wie die Union ihn verteidigt, wie die Linken seinen Rücktritt fordern, die Grünen ihm ein falsches Amtsverständnis vorwerfen, die AfD noch weitere Buchhandlungen auf mutmaßlichen Linksextremismus überprüfen lassen will. Und wie ein Abgeordneter der SPD die vielleicht weitreichendste Kritik äußert: Selbst die "Anfangsverdachtsmomente", die Weimer dazu gebracht hätten, drei Buchhandlungen beim Bundesinnenministerium verfassungsrechtlich prüfen zu lassen, wolle der nicht öffentlich machen. Überhaupt ist die Rede des SPD-Abgeordneten Holger Mann sehr deutlich, dafür dass sie aus den Reihen des Koalitionspartners kommt. "Wir reden hier von drei beliebten Buchhandlungen", betont Mann, alle seien bereits ausgezeichnet worden. Mann zieht auch indirekt in Zweifel, dass das Bundesministerium für Kultur und Medien anlasslos gefragt habe:













