Russlands Süd-Offensive bleibt aus: Das sind die Gründe
ZDF
Die Ukraine hat eine russische Frühjahrsoffensive im Süden offenbar vereitelt. Vier Faktoren schwächen Moskaus Armee dort entscheidend.
Die Ukraine hat eine russische Frühjahrsoffensive im Süden offenbar vereitelt. Vier Faktoren schwächen Moskaus Armee bei Saporischschja entscheidend. Die hartnäckige Verteidigung der Ukraine und lokale Gegenangriffe haben offenbar die geplante russische Frühjahrsoffensive an der Südfront vereitelt. Im letzten Quartal 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 gelang es Russland, eine sehr günstige Position an der Front bei Saporischschja zu erlangen. Russische Truppen überquerten den Fluss Hajtschul und besetzten den größten Teil von Huljajpole, der einzigen größeren Ortschaft in der Gegend. Westlich von Huljajpole gibt es auf Dutzenden von Kilometern keine nennenswerten natürlichen Hindernisse oder eine gut ausgebaute, zusammenhängende Verteidigungslinie. Daher hätte Russland eine ideale Ausgangsposition für eine erneute Offensive während der kalten Monate Januar und Februar gehabt, als das Gelände gefroren und mit Schnee bedeckt war. Es gab Anzeichen dafür, dass Russland ab Februar einen Großangriff plante. Aufgrund mehrerer Faktoren konnte dieser Plan jedoch nie umgesetzt werden. ... ist Senior Advisor beim European Policy Centre. Er forscht und publiziert seit über 20 Jahren zu den Themenkomplexen Sicherheit und Verteidigung, Rüstung und Technologie, Stabilisierung und Krisenmanagement. Für ZDFheute analysiert er regelmäßig die militärischen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt. ... ist Associate Fellow im Programm Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin. Er forscht und publiziert zu Streitkräften in Osteuropa und Russland und hybrider Kriegsführung.













