Tova Friedman: "Mein Schicksal ist das Erinnern"
ZDF
Tova Friedman hat den Holocaust überlebt. Im Interview erinnert sie, wie man ihr eine Nummer tätowierte: "27.633. Das ist, wer ich dann war."
Tova Friedman hat als Kind den Holocaust überlebt. Im Interview erinnert sie sich daran, wie man ihr als Fünfjährige eine Nummer tätowierte: "27.633. Das ist, wer ich dann war." Sie überlebte als Sechsjährige das Vernichtungslager Auschwitz. 150 Menschen aus ihrer Familie starben im Holocaust. Anlässlich des Holocaustgedenktages spricht Tova Friedman bei der Gedenkfeier im Bundestag. ZDFheute: Mit welchem Gefühl werden Sie heute Ihre Rede im Bundestag halten? Tova Friedman: Ich freue mich sehr darauf und bin gleichzeitig dankbar, dass ich eingeladen wurde. Es war ja eigentlich gar nicht vorgesehen, dass ich noch am Leben bin - ich sollte in Auschwitz vergast werden. Und nun werde ich vor den Politikern im Deutschen Bundestag stehen und von meinem Schicksal berichten. ZDFheute: Es gibt nicht mehr viele Holocaust-Überlebende. Warum ist es Ihnen so wichtig, darüber zu sprechen? Friedman: Ich spreche über mein Schicksal, damit es nicht vergessen wird. Und damit alle diese fürchterliche Gefahr sehen. Wir müssen das aufhalten, dass Menschen andere hassen, ihnen sogar den Tod wünschen. Man muss nicht alle und jeden mögen, aber man darf dem anderen nicht den Tod wünschen oder ihn seiner Freiheit berauben. Man muss sich gegenseitig mit Respekt behandeln - auch wenn man sich nicht mag.













