Holocaust-Überlebender und Mahner Turski: Worte, die bleiben
ZDF
Marian Turski hat den Holocaust überlebt. Er war eine Stimme der Versöhnung und Mahnung. Der Journalist verstarb 2025. Seine Worte bleiben.
Auschwitz, ein Ort der deutschen Schuld. Marian Turski war eine Stimme der Versöhnung und Mahnung. Er überlebte die Hölle von Auschwitz. 2025 starb er. Seine Worte bleiben. "Auschwitz fiel nicht vom Himmel", sagte Marian Turski einmal. Als Mahnung für ein "nie wieder". Wie kaum ein anderer Auschwitz-Überlebender setzte er sich für die Versöhnung von Polen und Deutschland ein. Der polnische Journalist jüdischer Abstammung war bis zu seinem Tod Präsident des Internationalen Auschwitz-Komitees. Der heutige Dienstag ist der Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Turski konnte die Menschen mit seinen Worten berühren, warnen und zum Nachdenken bringen. In seiner Rede zum 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung am 27. Januar 2020 sagte er: Und weiter: "Seid nicht gleichgültig, wenn ihr seht, dass die Vergangenheit für aktuelle politische Zwecke missbraucht wird. Seid nicht gleichgültig, wenn irgendeine Minderheit diskriminiert wird. (...) Seid nicht gleichgültig, wenn irgendeine Regierung gegen bereits existierende, gebräuchliche gesellschaftliche Verträge verstößt." Vergangenes Jahr dann hielt Turski seine letzte große Rede. Nur drei Wochen später starb er. Zum 80. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung am 27. Januar warnte Turski auch vor Verschwörungstheorien: "Wir sollten uns nicht scheuen, Verschwörungstheorien infrage zu stellen, die besagen, dass alles Schlechte auf der Welt das Ergebnis von Verschwörungen einer nicht näher bezeichneten Personengruppe ist, und die Juden werden hier oft genannt."













