Indien und EU einigen sich auf Freihandelsabkommen
ZDF
Die EU und Indien rücken wirtschaftlich enger zusammen. Die Gespräche über eine Freihandelszone seien abgeschlossen, teilten beide Seiten mit.
Die EU und Indien rücken wirtschaftlich enger zusammen. Die Verhandlungen über den Aufbau einer Freihandelszone seien abgeschlossen, teilten beide Seiten in Neu-Delhi mit. Die EU und Indien haben sich nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Das teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi in Neu-Delhi mit. Modi bezeichnete die Einigung als "Mutter aller Abkommen", die den 1,4 Milliarden Menschen in Indien und der Bevölkerung Europas große Chancen eröffne. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und Indien angekurbelt werden. Ziel ist es, Wachstum und Arbeitsplätze zu fördern und zugleich unerwünschte Abhängigkeiten von anderen Staaten zu reduzieren. Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und dem zunehmenden Machtstreben Chinas gilt das Abkommen zudem auch als geopolitisch bedeutsamer Schritt. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte: Man schaffe eine Freihandelszone mit zwei Milliarden Menschen, von der beide Seiten wirtschaftlich profitieren würden. Zudem sende man das Signal in die Welt, dass regelbasierte Zusammenarbeit weiterhin hervorragende Ergebnisse liefere. Das Abkommen wird zwar nicht so umfassend sein wie jenes, das die Europäische Union zuletzt mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geschlossen hat. Angesichts der Größe des indischen Marktes ist es dennoch eines der größten, die bislang vereinbart wurden.













