Was auf den Videos zu sehen ist - und was offen bleibt
ZDF
Innerhalb weniger Sekunden eskaliert ein Einsatz von ICE-Beamten tödlich. Handyaufnahmen aus drei Blickwinkeln zeigen, was vorgefallen ist.
Innerhalb weniger Sekunden eskaliert ein Einsatz von ICE-Beamten in Minneapolis tödlich. Handyaufnahmen aus drei Blickwinkeln zeigen, was vorgefallen ist. Nach den tödlichen Schüssen auf den 37-jährigen Alex Pretti durch US-Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde ICE ist in den USA erneut ein Streit über den genauen Ablauf des Einsatzes entbrannt. Das Heimatschutzministerium behauptet trotz mehrerer Handyvideos, Pretti habe sich den Beamten mit einer Waffe genähert und "gewaltsam widersetzt". Gregory Bovino, Chef der Grenzschutzeinheit Border Patrol, sieht die Schuld für die Eskalation deshalb bei dem Getöteten. Lokale Behörden und die Familie des Mannes widersprechen der Darstellung. Mehrere Handyvideos aus drei unterschiedlichen Perspektiven dokumentieren die entscheidenden Sekunden vor und während der Schüsse. ZDFheute hat die Aufnahmen analysiert. Die Videos zeigen Pretti auf offener Straße in Minneapolis. Er filmt einen laufenden Einsatz von ICE und der Grenzschutzbehörde CBP mit einer kleinen Kamera oder einem Smartphone. Zu sehen ist, wie Beamte ihn zunächst an den Straßenrand drängen. In diesem Moment greift Pretti nicht aktiv ein, sondern bleibt beobachtend. Als ICE-Beamte beginnen, andere Demonstrierende zu schubsen, tritt Pretti dazwischen. Die Situation eskaliert innerhalb weniger Sekunden.













