Magdeburg: "Als Herrscher über Leben und Tod Macht ausgeübt"
ZDF
Der Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist schuldfähig und eine Gefahr für die Allgemeinheit. Das stellt ein Sachverständiger fest.
Der Attentäter vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist schuldfähig und weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit, so ein Sachverständiger. Das Gutachten verrät noch mehr über ihn. Taleb A. hält sich die Ohren zu. Er will nicht hören, wie das psychiatrische Gutachten ihn beschreibt: als narzisstische Persönlichkeit. Dass er im "hohen Maße von sich eingenommen sei", sich "im Zentrum einer Verschwörung gesehen" habe. Demnach hat der zum Tatzeitpunkt 50-jährige Arzt mit saudi-arabischer Staatsbürgerschaft genau gewusst, was er tat, als er am 20. Dezember 2024 mit einem Mietwagen über den Magdeburger Weihnachtsmarkt raste und sechs Menschen in den Tod riss. Zudem war der Anschlag von langer Hand geplant. Und schließlich hat er "als Herrscher über Leben und Tod Macht ausgeübt", so Langer. Er attestiert Taleb A. mangelnde Empathiefähigkeit - besonders dann, wenn die Gefühle anderer seinen eigenen Interessen entgegenstünden. Im Prozess hat er keine Reue oder Einsicht gezeigt - auch nicht, als Geschädigte und Augenzeugen sehr detailliert von ihrem Erleben des Anschlags und den Folgen für sie berichteten. Das sind dann auch die Momente, in denen die Nebenkläger schwer zu kämpfen haben: "Der Angeklagte ruft bei den Geschädigten eigentlich ausnahmslos Fassungslosigkeit hervor. Eine fassungslose Wut. Die Frage, die im Raum steht, ist immer die gleiche. Wie konnte er nur das tun?", so Opferanwalt Thomas Klaus.













