Sven Schulze soll die AfD in Schach halten
ZDF
Sachsen-Anhalt hat einen neuen Ministerpräsidenten. Der Landtag wählte den CDU-Politiker Sven Schulze zum Nachfolger von Reiner Haseloff.
Rund sieben Monate vor der Landtagswahl hat Sachsen-Anhalt einen neuen Ministerpräsidenten. Der Landtag wählte den CDU-Politiker Sven Schulze zum Nachfolger von Reiner Haseloff. Der CDU-Politiker Sven Schulze ist im ersten Anlauf zum neuen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt worden. Im Landtag in Magdeburg erhielt der 46-Jährige am Mittwoch bereits im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit der insgesamt 97 Abgeordnetenstimmen. 58 der Abgeordneten stimmten für den bisherigen Wirtschaftsminister - mindestens 49 Ja-Stimmen waren nötig. Die Koalition verfügt über 56 Sitze. Schulzes Vorgänger Reiner Haseloff (CDU) war 2016 und 2021 jeweils im zweiten Wahlgang gewählt worden. Schulze übernimmt die Regierung rund ein halbes Jahr vor der Landtagswahl. Und dabei geht es um viel in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt. Denn der Ausgang dieser Wahl am 6. September hat das Zeug, die Bundesrepublik Deutschland politisch zu erschüttern und europaweite Reaktionen hervorzurufen. Wegen der anhaltend hohen Zustimmungswerte für die AfD halten es einige Demoskopen und Politikstrategen für möglich, dass die AfD in Magdeburg die absolute Mehrheit erreichen könnte. Dann hätte sie zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik die Möglichkeit, den Ministerpräsidenten zu stellen. Dies, so die Befürchtung, hätte weitreichende Folgen für die föderale Verfasstheit der Republik und die Zusammenarbeit, zum Beispiel der Sicherheitsbehörden der Länder untereinander, sowie für das Ansehen Deutschlands im Ausland.













