Kulleraugen statt Kontroll-Staat
ZDF
China nutzt Pandas als Diplomatie-Symbol: Wer sich mit Peking gut stellt, kriegt sie - wie Bayern. Wer nicht, muss sie zurückgeben - wie Japan.
China nutzt seine Riesenpandas zur Image-Pflege und als diplomatisches Symbol: Wer sich mit Peking gut stellt, kriegt sie - wie Bayern. Wer nicht, muss sie zurückgeben - wie Japan. Mit Plüsch-Pandas, Panda-Fähnchen und Tränen, so verabschieden sich in Tokio viele Menschen von Xiao Xiao und Lei Lei. Manche standen mehr als drei Stunden Schlange, um die Panda-Zwillinge ein letztes Mal zu sehen. Denn heute sollen sie Japan verlassen und nach China zurückkehren. Seit 1972 ist Japan damit zum ersten Mal Panda-los - und wird es wohl erstmal bleiben. Die Beziehungen zwischen China und Japan sind auf einem Tiefpunkt. Auf den streng kontrollierten chinesischen Social-Media-Plattformen werden die Pandas mit Herzen und "endlich zurück Zuhause"-Kommentaren gefeiert. "Wer China erniedrigt, bekommt keinen Panda", kommentiert ein Nutzer auf Weibo. Denn ohne dass das als offizieller Grund angegeben wird, erfolgt die Rückforderung der Pandas zu einer Zeit, in der die Beziehung zwischen China und Japan so schlecht ist wie lange nicht. Anfang November hatte die neue Ministerpräsidentin Sanae Takaichi angedeutet, dass ein hypothetischer Angriff Chinas auf das demokratisch regierte und von der Volksrepublik beanspruchte Taiwan eine militärische Reaktion Tokios auslösen könnte.













