
Powerlocken und Elvis-Jumpsuit
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Strike a Pose! Zum Start der 21. "Germany's Next Topmodel"-Staffel nehmen Modelmutti Heidi Klum und Designer-Legende Jean Paul Gaultier unzählige Male-Model-Anwärter unter die Lupe.
Strike a Pose! Zum Start der 21. "Germany's Next Topmodel"-Staffel nehmen Modelmutti Heidi Klum und Designer-Legende Jean Paul Gaultier unzählige Male-Model-Anwärter unter die Lupe.
Die Zeit schmilzt einfach dahin wie Schnee in der Sonne. Man mag es kaum glauben, aber die Krönung von Lena Gercke zum ersten "Germany's Next Topmodel" ist nun schon zwanzig Jahre her. Als sich die heute 37-jährige Unternehmerin und Moderatorin die imaginäre Format-Krone aufsetzte, tüftelte man an anderer Stelle gerade an den Vorbereitungen zum ultimativen "Sommermärchen". Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.
Zwei Jahrzehnte später stehen sie immer noch Schlange: all die erwartungsvollen jungen Menschen, angereist aus allen Teilen der Republik, mit viel Hoffnung und großen Träumen im Gepäck. Seit zwei Jahren dürfen sich auch männliche Nachwuchsmodels vor den Augen von Modelmama Heidi Klum und ihren zahlreichen Gastjuroren präsentieren und beweisen. "Ich suche jemanden, der ein Allroundtalent besitzt", verrät die 52-jährige Format-Chefin vorab.
Ob Kevin das Zeug zum neuen Catwalk-Superstar hat? Der selbsternannte "Adonis" ist jedenfalls von seinen Fähigkeiten überzeugt: "Ich bin der Beste der Besten", posaunt der Muckimann. Wenige Minuten später schlägt die Realität aber gnadenlos zu, wie einst Mike Tyson. Der eben noch tönende Mann, "der seinesgleichen sucht", fliegt bereits nach dem ersten Catwalk-Check raus. Sowohl Heidi Klum als auch Jurykollege Jean Paul Gaultier zeigen mit den Daumen nach unten.
Kevin ist nicht der Einzige, der die Nase etwas höher trägt. Der Übergang zwischen selbstbewusst und arrogant ist fließend. Auf der anderen Seite präsentiert sich aber auch viel Unsicherheit und Bodenständigkeit. Vor dem Bildschirm werden die Sinne geschärft. Die Augen leisten Höchstarbeit. Neben Muskeln und kantigen Gesichtern erblickt man auch Männer mit Korsagen, Paul-Stanley-Gedenk-High-Heels und androgynen Sci-Fi-Oberteilen. Heidi ist ganz entzückt: "Ich liebe meinen Job!", quiekt die Chefin. Auch Jean Paul ist amused: "Oh, fantastique!", jubelt der kultige Modeschöpfer nicht nur einmal.

Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.












