
Beim Lesen "liegt die Zumutung im Inhalt"
n-tv
Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.
Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.
ntv.de: Ihr Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer fürs Lesen. Viele Menschen werden Ihnen sagen: Aber ich lese doch. Welches Lesen vermissen Sie?
Bob Blume: Wir lesen sehr viel pragmatische Texte. Da geht es auf WhatsApp darum, was man noch einkaufen muss, dazu vielleicht Überschriften oder Nachrichtentexte. Ich nenne das im Buch eine Form von bewusstlosem Lesen. In Zeiten von KI und großer medialer Schnelllebigkeit bildet man sich oftmals auf der Grundlage dieser kurzen Informationsfetzen Urteile. Wofür ich werbe, ist das Lesen von Büchern.
Warum?
Das physische Buch zwingt einen noch mal mehr, sich Zeit zu nehmen. Und ich finde es wichtig, dass man an einem Gedanken dranbleibt, dessen Entstehung man dann erst richtig wahrnimmt. Diese Differenziertheit in den Gedanken und dann auch im Austausch können wir als Gesellschaft gerade sehr gut gebrauchen.

Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.












