
Königin Camilla würdigt Gisèle Pelicot mit Brief
n-tv
Die britische Königin Camilla setzt sich seit langem gegen sexuelle Gewalt ein. In einem Brief richtet sie nun warme Worte an das Vergewaltigungsopfer Gisèle Pelicot. Die Französin fühlt sich "überwältigt".
Die britische Königin Camilla setzt sich seit langem gegen sexuelle Gewalt ein. In einem Brief richtet sie nun warme Worte an das Vergewaltigungsopfer Gisèle Pelicot. Die Französin fühlt sich "überwältigt".
Königin Camilla hat einen persönlichen Brief an Gisèle Pelicot geschrieben. Nun hat die 73-Jährige Pelicot auch verraten, was darin steht und wie sehr sie sich durch die unterstützenden Zeilen geehrt fühlt. Die Französin wurde 2024 weltweit bekannt, weil sie darauf bestand, dass der Vergewaltigungsprozess gegen ihren Mann und weitere Angeklagte öffentlich geführt wird. Pelicots damaliger Ehemann hatte sie jahrelang immer wieder betäubt und missbraucht und ließ sie auch von anderen Männern vergewaltigen.
Gisèle Pelicot erklärte der BBC zufolge über den Brief von Camilla, sie fühle sich "überwältigt" und "sehr geehrt". Gegenüber Victoria Derbyshire von "BBC Newsnight" sagte sie: "Es war mir eine Ehre, diesen Brief zu erhalten, ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet."
Die Königin würdigte die 73-Jährige demnach für ihren "Mut" und schrieb: "Ich wollte Ihnen unbedingt schreiben, um Ihnen meine aufrichtige Bewunderung für den Mut und die Würde auszudrücken, mit denen Sie den schrecklichen Verbrechen begegnet sind, die an Ihnen begangen wurden." Camilla soll Pelicot zudem geschrieben haben, dass sie "Frauen auf der ganzen Welt inspiriert" und "ein starkes Vermächtnis geschaffen hat, das die Erzählung rund um Scham für immer verändern wird".
Gisèle Pelicot verzichtete während des Prozesses 2024 auf ihr Recht auf Anonymität, um die "Scham von der Seite des Opfers auf die Seite des Vergewaltigers zu verlagern". Sie wurde dadurch zu einer Symbolfigur für Stärke und Feminismus. Camilla ihrerseits engagiert sich seit langem gegen häusliche und sexuelle Gewalt und arbeitet seit Jahren mit Organisationen zusammen, die die Opfer unterstützen. "Vielen Dank für alles, was Sie getan haben", schrieb sie an Pelicot.

Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.












