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"Es ist einfach geworden, anderen wehzutun"
n-tv
Drei Jahre nach "Vulkano Romano" kehrt der musikalische Hauptmann von Köpenick mit einem Konzeptalbum zurück. Wie viel Autobiografisches in "Körper" steckt und was ihn noch umtreibt, verrät Romano im Interview mit ntv.de.
Drei Jahre nach "Vulkano Romano" kehrt der musikalische Hauptmann von Köpenick mit einem Konzeptalbum zurück. Wie viel Autobiografisches in "Körper" steckt und was ihn noch umtreibt, verrät Romano im Interview mit ntv.de.
ntv.de: "Körper" ist klar ein Konzeptalbum. Wie kamst du auf die Idee?
Romano: Ich war auf der Geburtstagsfeier eines guten Freundes, Jakob Grunert, mit dem ich früher meine Musikvideos gemacht habe. Dort traf ich meinen Produzenten Moritz alias Siriusmo. Wir hatten ein paar Gläser Sekt und ich erzählte ihm, dass ich gerade an einem Song namens "Zunge" schreibe. Ich finde dieses Wort und das Organ an sich mit all den Geschmacksknospen einfach faszinierend. Moritz fragte mich: "Soll es dabei bleiben?" Ich wusste erst nicht, was man noch machen könnte, aber dann dachte ich: Es gibt so viele interessante Körperteile. Erst planten wir eine EP mit vier oder fünf Songs, aber am Ende wurde ein ganzes Album daraus. Sogar Gedichte sind dabei, weil wir merkten, dass manche Themen nicht in einen Song passten. Einer der letzten Songs war "Zöpfe", weil ich dann fast alle Körperteile durchhatte, die mich interessierten.
Hattest du von vornherein bestimmte Organe ausgeschlossen? Die Leber zum Beispiel?
Die Leber hätte ich sehr gerne dabeigehabt. Hätte ich noch ein Jahr länger Zeit gehabt, wäre es ein Doppelalbum geworden: auf der einen Seite Körperteile, auf der anderen Organe. Kennst du diese Arztbücher zum Aufklappen? So stelle ich mir das vor, am Ende wird es fast ein spirituelles Hörbuch. Dass die Leber fehlt, ist schade. Ich hätte da sicher einen Twist eingebaut, nicht nur so ein hohles "Was für ein geiler Tag". Auch der Ellenbogen wäre gesellschaftlich spannend gewesen, aber irgendwie wollte ich den nicht im Fokus haben. Das Album ist für mich wie ein Zeitdokument, alles ist innerhalb von anderthalb Jahren entstanden.

Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.












