
Komm für den Sex, bleib für die Gefühle
n-tv
Eine Serie über schwule Eishockeystars erobert die Welt - inklusive Olympia - und startet nun auch bei uns auf HBO Max. Der Sex ist dabei bloß das Aushängeschild. Der gigantische Erfolg von "Heated Rivalry" zeigt, wonach viele offenbar aktuell hungern.
Eine Serie über schwule Eishockeystars erobert die Welt - inklusive Olympia - und startet nun auch bei uns auf HBO Max. Der Sex ist dabei bloß das Aushängeschild. Der gigantische Erfolg von "Heated Rivalry" zeigt, wonach viele offenbar aktuell hungern.
Es hätte nicht viel gefehlt, und "Heated Rivalry" wäre zur Retortenware à la Netflix verkommen. Showrunner Jacob Tierney wollte die Serie über zwei Eishockeystars und ihre verbotene Affäre eigentlich für einen großen US-Streamingdienst verfilmen. Der bestand jedoch darauf, den ersten Kuss des Kanadiers Shane Hollander und seines russischen Erzrivalen Ilya Rozanov erst in der vorletzten Folge zu zeigen. Stattdessen gibt es zum Auftakt nun realistische Blowjobs. Sex ist aber nur ein Erfolgsfaktor des beispiellosen Hypes um die kleine kanadische Serie, der längst auch die Olympischen Spiele und die Spitzenpolitik erreicht hat.
Wenn "Heated Rivalry" am Freitag (6. Februar) endlich in Deutschland bei HBO Max startet, dürften viele Zuschauer bereits intim mit der Serie vertraut sein. Dabei sah es lange Zeit so aus, als würden die sechs Folgen nur auf dem kleinen kanadischen Streamingdienst Crave zu sehen sein. Erst wenige Tage vor der Premiere am 28. November wurden Verantwortliche bei HBO Max in Australien auf die Serie aufmerksam und überzeugten ihre US-Kollegen, die Show zeitgleich ins Programm zu nehmen. Was dann folgte, schockte alle Beteiligten.
Vielleicht noch nie zuvor hat sich eine mit Minibudget gedrehte Serie dank sozialer Medien zu einem derartigen globalen Hit entwickelt wie "Heated Rivalry". Nachdem Fans die ersten heißen Szenen in sozialen Medien geteilt hatten, kam eine Lawine ins Rollen, die zum Deutschlandstart sogar noch an Fahrt gewinnt. Das bekamen zuallererst die bis dato nahezu unbekannten Hauptdarsteller zu spüren, die quasi über Nacht zu den heißesten Newcomern in Hollywood gehören. Denn die außergewöhnliche Chemie zwischen dem Kanadier Hudson Williams und dem Texaner Connor Storrie hat Zuschauer sofort in ihren Bann gezogen.
Beide hatten bis zu den Dreharbeiten zu "Heated Rivalry" als Kellner gejobbt. Wenige Tage nach dem Staffelfinale präsentierten sie bereits einen Hauptpreis bei den Golden Globes und wurden zu olympischen Fackelträgern ernannt. Letzteres war für Fans der Serie und der "Game Changers"-Romanreihe von Rachel Reid, auf der "Heated Rivalry" beruht, extra surreal. Denn den Olympischen Winterspiele kommt in der verbotenen Liebesgeschichte eine zentrale Rolle zu. Dazu aber mehr in Folge zwei.

Menschen in Deutschland lesen im Durchschnitt rund eine halbe Stunde pro Tag. Das ist durchaus ausbaufähig, findet Bob Blume. Der Lehrer und Autor wünscht sich eine Rückbesinnung auf die großen Kulturtechniken Lesen und Schreiben und verspricht sich davon nicht weniger als die Stärkung der Demokratie.












