Wie ein Bäcker Putins Steuerreform kritisiert
ZDF
Um den Ukraine-Krieg zu finanzieren beschließt Russland Steuererhöhungen. Ein Bäcker aus einem Moskauer Vorort kritisiert das - und wird berühmt.
Nach vier Kriegsjahren leeren sich die Kreml-Kassen zunehmend. Die Reaktion: Steuererhöhungen. Ein Bäcker aus einem Moskauer Vorort bemängelt das - und wird berühmt. Die kleine Bäckerei "Maschenka" in einem Vorort von Moskau hat es zu Berühmtheit gebracht - genauer gesagt: ihr Inhaber. Denis Maximow hat wohl einen Nerv getroffen, als er vergangenen Dezember in der (wohlinszenierten) Jahrespressekonferenz von Präsident Putin über die Steuerreformen sprach. Für russische Verhältnisse: im Klartext. "Ab nächstem Jahr müssen wir Einkommensteuer und Mehrwertsteuer zahlen", klagt er. "Dafür müssen wir einen professionellen Buchhalter beauftragen, was für zusätzliche Kosten sorgt." Zwei Monate später erzählt Maximow im ZDFheute-Interview, die Bäckerei sei nach dem Auftritt überrannt worden: von neuen Kunden - und von Unternehmern, die ähnliche Probleme mit der Steuerlast haben. Das bedeutet eine Vervierzigfachung - und lässt Maximows Marge bedenklich schrumpfen. In seiner Jahrespressekonferenz verspricht Putin, sich des Problems anzunehmen. Und probiert tags darauf medienwirksam die Köstlichkeiten der Bäckerei.













