Wadephul: Nato "nicht zuständig" für Straße von Hormus
ZDF
Mit Nato-Unterstützung will US-Präsident Trump die Straße von Hormus sichern. Außenminister Wadephul lehnte den Vorstoß ab.
US-Präsident Trump forderte Unterstützung von Nato-Ländern, um die Straße von Hormus zu sichern. Bundesaußenminister Wadephul erteilte einem Nato-Einsatz dort eine Absage. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich skeptisch über einen möglichen Nato-Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus geäußert. Er sehe nicht, dass die Nato "zuständig werden könnte für die Straße von Hormus", sagte Wadephul am Montag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Angesichts der Fortsetzung des Krieges der USA und Israels gegen den Iran stelle sich die Frage "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht, fügte Wadephul hinzu. Erst nachdem die Kriegsziele beider Länder bekannt seien, könne "eine Sicherheitsarchitektur für diese gesamte Region" definiert werden, so der Außenminister. Im Fall einer Zuständigkeit würden sich die Nato-Gremien damit entsprechend befassen. "Ich denke, wenn wir da sind, können weitere Fragen beantwortet werden." US-Präsident Donald Trump hatte in einem Interview mit der "Financial Times" den Druck auf die Nato-Verbündeten erhöht, sich an einem internationalen Marineeinsatz zu beteiligen. Damit sollte die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus gesichert werden. Eine ausbleibende Unterstützung durch Nato-Partner wäre "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, sagte Trump. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert.













