Ein Oscar gegen Putin
ZDF
Für seinen Film "Ein Nobody gegen Putin" gewinnt Pawel Talankin einen Oscar. Sein Dokumentarfilm zeigt, wie umfassend Putin Russland verändert.
Der Russe Pawel Talankin hat mit dem beeindruckenden Dokumentar-Film "Ein Nobody gegen Putin" einen Oscar gewonnen. Der Film zeigt , wie umfassend Putin Russland verändert. Er hält seine Dankesrede auf Russisch. Der Sprache seines Heimatlandes. Pawel Talankin trägt einen schwarzen Smoking und hält den Oscar, den er gerade bekommen hat, fest umklammert. "Seit vier Jahren schauen wir in den Himmel, auf der Suche nach Sternschnuppen, um uns etwas wichtiges zu wünschen", sagt er. Doch stattdessen seien in manchen Ländern am Himmel nur noch Drohnen und Raketen. Tosender Applaus im Dolby Theatre in Los Angeles. Man zieht fast automatisch Parallelen zwischen Putins Russland, um das sich die Dokumentation dreht, und Trumps Amerika. Beide Länder führen Krieg, beide Länder haben diese jeweils begonnen. Auch David Borenstein, Regisseur des ausgezeichneten Films, dürfte ähnliches im Sinn gehabt haben, als er in seiner Rede ausführt: "'Ein Nobody gegen Putin' handelt davon, wie man sein Land verliert. Was wir bei der Arbeit mit diesem Material gesehen haben, ist, dass man es durch unzählige kleine Akte der Komplizenschaft verliert." Tatsächlich ist die ZDF-Koproduktion "Ein Nobody gegen Putin" ein beeindruckendes zeitgeschichtliches Dokument. Darüber wie weit Putins Propaganda wirkt und wie der Kreml versucht, seine Macht und sein Narrativ bis in die letzten Ecken des gesellschaftlichen Lebens zu verbreiten. Besonders an den Schulen. Pawel Talankin war bis 2024 Pädagoge an einer Schule in Karabasch. Eine Kleinstadt im Uralgebirge, 13.000 Einwohner und geprägt vom Kupferabbau. Karabasch ist 1.500 Kilometer entfernt von Moskau und doch ändert sich auch hier das Leben nach dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine von Grund auf. Im Gespräch, das ZDFheute mit ihm bereits im November 2025 geführt hat, berichtet Talankin: "Es kamen Briefe mit Befehlen darin. Darin waren verschiedene Materialien, Veranstaltungspläne, methodische Leitfäden - alles war genau vorgeschrieben."













