Weltbank: 588 Milliarden Dollar für Wiederaufbau der Ukraine
ZDF
Laut der Weltbank braucht die Ukraine für den Wiederaufbau mehr Geld als vermutet. Grund dafür sind die noch immer massiven Angriffe Russlands.
Laut einem Bericht der Weltbank braucht die Ukraine für den Wiederaufbau deutlich mehr Geld als vermutet. Grund dafür sind die noch immer massiven Angriffe Russlands. Die Ukraine braucht für ihren Wiederaufbau nach vier Jahren Krieg durch Russland laut Schätzungen der Weltbank und weiterer Institutionen knapp 588 Milliarden US-Dollar (rund 499 Milliarden Euro). Das sei fast das Dreifache des ukrainischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2025, hieß es in einem am Montag gemeinsam von der Weltbank, der ukrainischen Regierung, der UNO und der EU-Kommission veröffentlichten Bericht. Die für den Wiederaufbau benötigte Summe in den nächsten zehn Jahren ist damit mittlerweile zwölf Prozent höher als bei der Schätzung im Vorjahr. Die aktuelle Schätzung basiert auf der Beurteilung von Schäden, die bis Jahresende 2025 entstanden sind. Seitdem hat Russland zahlreiche weitere Angriffe unter anderem auf die ukrainische Energieinfrastruktur verübt. Seit Kriegsbeginn sind mehr als ein Siebtel der Wohnhäuser in der Ukraine bei Angriffen beschädigt oder zerstört worden. Dem Bericht zufolge sind die Kosten für den Wiederaufbau des Verkehrsnetzes mit schätzungsweise 96 Milliarden Dollar am höchsten, gefolgt vom Energie- und Immobiliensektor, für deren Wiederaufbau jeweils rund 90 Milliarden Dollar nötig wären. Weitere 28 Milliarden Dollar wurden für die Beseitigung von Schutt und explosivem Material veranschlagt. Am höchsten sind die Kosten den Angaben zufolge in den umkämpften Regionen Donezk und Charkiw. In der Hauptstadt Kiew würden 15 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau benötigt.













