Warnstreiks im Nahverkehr beendet
ZDF
Streiks hatten am Montag bundesweit den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt. Millionen Menschen waren betroffen. In der Nacht wurden sie beendet.
Warnstreiks hatten am Montag bundesweit den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt. Millionen Menschen waren betroffen. In der Nacht wurden die Arbeitsniederlegungen beendet. Die bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr sind nach einem Tag beendet worden. In der Nacht zum Dienstag endeten die Arbeitskampfmaßnahmen, wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Verdi wollte damit in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen. In allen Bundesländern außer in Niedersachsen waren am Montag Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen von kommunalen Verkehrsbetrieben vielerorts im Depot geblieben. Mit Beginn der Frühschicht um 3 Uhr hatten Beschäftigte von kommunalen Verkehrsbetrieben die Arbeit niedergelegt. Millionen Menschen waren betroffen. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt etwa läuft am Dienstag der Nahverkehr wieder an. So erklärten etwa Verkehrsbetriebe von Halle und Leipzig am Morgen auf ihren Webseiten den Streik für beendet. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ist die Streikmeldung von der Website verschwunden und laut der Verbindungsauskunft fahren Trams und Busse wieder. In Bayern waren Schwerpunkte des Warnstreiks neben München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg mehrere mittelgroße Städte wie Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt. Einschränkungen gab es auch in Bayreuth, Schwabach und in Ingolstadt. S-Bahnen und Nahverkehrszüge waren nicht betroffen, da sie nicht von den Kommunen betrieben werden. In Berlin sei der Nahverkehr zum Betriebsbeginn um 3 Uhr wieder angelaufen, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. In den seit November laufenden Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Verkehrsbetriebe kritisierten den Streik am Montag als "unverhältnismäßige Eskalation in den gerade erst begonnenen Tarifverhandlungen".













