Streit in Sachsen: Lehrkräfte verbeamten - oder doch nicht?
ZDF
Erst seit einigen Jahren werden Lehrer in Sachsen verbeamtet. Der Kultusminister will das wieder abschaffen - die Betroffenen wollen es behalten.
Erst seit einigen Jahren werden Lehrer in Sachsen verbeamtet. Der Kultusminister hält das für "aus der Zeit gefallen" und will das nun abschaffen. Die Betroffenen sehen das anders. 2019 hatte Sachsen die Lehrerverbeamtung als letztes Bundesland eingeführt. Jetzt stellt der Freistaat das Modell als erster wieder auf den Prüfstand. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens bringt auf der Kultusministerkonferenz in Berlin, ganz bewusst, wie er sagt, einen "Deutschland-Pakt gegen die Lehrerverbeamtung" ein, um die Debatte darüber anzustoßen. Eine Lösung gebe es nur, wenn alle im Bund mitziehen. Sachsen will keinen Alleingang, der den Freistaat bei der Lehrer-Gewinnung nur schlechter stellen würde. Auch werde nicht mit einer schnellen Entscheidung gerechnet. Das ist das mittelfristige Ziel des sächsischen Kultusministeriums. Die schwierige finanzielle Lage gehe an keinem Bundesland vorbei. Im Interview begründet der sächsische Kultusminister seinen Vorstoß. Die Situation habe sich geändert. Die Verbeamtung von Lehrkräften wurde in Sachsen befristet eingeführt, steht 2030 ohnehin wieder auf dem Prüfstand. Clemens sagt: Auch sei die Bezahlung von Lehrkräften inzwischen generell sehr gut. Das gelte sowohl für verbeamtete Lehrkräfte als auch für Tarifbeschäftigte.













