UN: Sklavenhandel ist "schwerstes Verbrechen gegen Menschlichkeit"
ZDF
Die Vereinten Nationen nennen den transatlantischen Sklavenhandel einen "tiefgreifenden Bruch in der Weltgeschichte" und fordern Reparationen.
Die Vereinten Nationen nennen den transatlantischen Sklavenhandel einen "tiefgreifenden Bruch in der Weltgeschichte". Die USA kritisierten die Resolution. Deutschland enthielt sich. Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" eingestuft. 123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution, die unter anderem auch die unentgeltliche "unverzügliche und ungehinderte Rückgabe" von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer fordert. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Deutschland enthielt sich. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Der Handel mit versklavten Menschen aus Afrika und deren rassistisch begründete Versklavung sei "aufgrund des tiefgreifenden Bruchs in der Weltgeschichte, ihres Ausmaßes, ihrer Dauer, ihres systemischen Charakters, ihrer Brutalität und ihrer bis heute fortwirkenden Folgen" als das "schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bewerten", hieß es im Resolutionstext. US-Vertreter Dan Negrea nannte die Resolution höchst problematisch und sagte, der Staatenbund sei nicht gegründet worden, um spezifische Interessen und Agenden voranzutreiben und "internationale Nischentage zu etablieren", wie es auf der UN-Website hieß. Die Abstimmung fällt auf den Gedenktag für die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels. Vor allem zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurden mehrere Millionen Menschen in Afrika versklavt und nach Nord- und Südamerika und in die Karibik gebracht. Etliche überlebten die Überfahrt nicht.













