Reform der Erbschaftssteuer: Was bei Betrieben schwierig ist
ZDF
Zur Erbschaftssteuer wird ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erwartet. Wieso eine gerechte Neuregelung bei Betriebsvermögen schwierig ist.
Seit fast vier Jahren steht ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftssteuer an. Die Regeln sind kompliziert, besonders für Firmen. Daher tut man sich schwer damit. Im Jahr 2022 wurde eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zum Erbschaftssteuergesetz eingereicht. Dabei geht es um die Bevorteilung von Betriebsvermögen gegenüber Privatvermögen. Betriebsvermögen von Unternehmen wird oft von der Steuer in großen Teilen verschont. Familienunternehmen haben bei einer Schenkung oder Erbschaft viele Möglichkeiten, diese von der Steuer zu befreien. Doch die Ausgestaltung ist kompliziert. 85 Prozent des Vermögens werden von der Steuer ausgenommen, wenn der Unternehmer sich unter anderem verpflichtet, den Betrieb fünf Jahre weiterzuführen und die Löhne weitgehend zu sichern. 100 Prozent des Vermögens werden von der Steuer ausgenommen, wenn der Betrieb mindestens sieben Jahre lang fortgeführt wird und die Löhne stabil gehalten werden. Wer ein Unternehmen mit einem Wert von über 26 Millionen vererbt und nachweist, dass er die fällige Steuer nicht verfügbar hat, kann weitgehend von der Erbschaftssteuer verschont werden. Indem man Vermögen in eine Stiftung einbringt, lässt sich die Steuer mitunter vermeiden.













