100 Jahre Lufthansa: Eine deutsche Jahrhundertgeschichte
ZDF
Seit ihren Anfängen vor 100 Jahren hat die Lufthansa Generationen geprägt. Doch die Konkurrenz am Himmel wird härter – und die Herausforderungen.
Vom Luftfahrt-Pionier zum Aushängeschild der Republik: Die Lufthansa hat Generationen geprägt. Doch die Konkurrenz am Himmel wird härter – und damit die Herausforderungen. Am 6. April 1926 hebt in Berlin-Tempelhof eine Fokker-Grulich F II ab - ihr Ziel: Zürich, über Halle, Erfurt und Stuttgart. Es ist der erste Linienflug der gerade erst gegründeten Deutschen Luft Hansa. An Bord: vier Passagiere in einer beheizten Kabine, während die Piloten im offenen Cockpit sitzen. Das blau-gelbe Kranich-Logo am Rumpf ist frisch: Drei Monate zuvor, am 6. Januar 1926, fusionieren Junkers Luftverkehr und Deutscher Aero Lloyd - es ist keine Liebesheirat, das Reichsverkehrsministerium dringt auf die Fusion. In den kommenden Jahren wird der Kranich zum Vorreiter und Erfolgskonzept. Neue Routen führen nach Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika. Ab 1928 kann über den Wolken auch gespeist werden - eine Service-Sensation. Mit dem Nationalsozialismus beginnt das dunkelste Kapitel der Lufthansa. Früh sichert sich das Unternehmen die Gunst der Nationalsozialisten und stellt Adolf Hitler im Wahlkampf permanent und kostenlos ein Flugzeug zur Verfügung. Die Airline erhält Gelder, beschäftigt Tausende von Zwangsarbeitern. 1951, nach dem Zweiten Weltkrieg, ordnen die Siegermächte die Liquidation der Fluggesellschaft an - der Kranich scheint am Ende. Doch am 6. Januar 1953 wird die LUFTAG gegründet, die Vorbereitungsgesellschaft für die neue Deutsche Lufthansa AG. Ein junger Hamburger Senator namens Helmut Schmidt gehört zu den politischen Wegbereitern der Neugründung - er erkennt früh die Bedeutung der Luftfahrt für die deutsche Wirtschaft. Gut zwei Jahre später, am 1. April 1955, hebt die neue Lufthansa zum ersten Nachkriegsflug ab. Über viele Jahre bleibt das Fliegen ein Luxus, ein Privileg.













