Welche Katastrophen für die größten Schäden sorgten
ZDF
Naturkatastrophen verursachten auch 2025 hohe Schäden. Die größten Verluste entstanden etwa durch Waldbrände und Hochwasser.
Waldbrände und Fluten verursachten 2025 Schäden von 224 Milliarden US-Dollar. Die größte Schadenssumme entsteht aber durch vermeintlich kleine Katastrophen - auch in Deutschland. Naturkatastrophen verursachten 2025 weltweit Schäden von rund 224 Milliarden US-Dollar, 108 Milliarden davon waren versichert. So steht es im aktuellen Naturkatastrophenbericht der Munich Re, dem weltweit größten Rückversicherer. Es ist wieder ein Jahr mehr, in dem die versicherten Schäden die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten. Auffällig ist: Die größten Verluste entstanden nicht durch klassische Großkatastrophen wie Hurrikans, sondern durch sogenannte "Non-Peak Perils". Also "kleinere" Katastrophen wie Waldbrände, Hochwasser und Schwergewitter, die früher als weniger kritisch galten. Diese Ereignisse prägten den Trend und verursachten Gesamtschäden von 166 Milliarden US-Dollar, davon 98 Milliarden versichert. "Das Grundrauschen wird lauter", erklärt Tobias Grimm von der Munich Re: Wissenschaftler sind sich einig: Solche Ereignisse werden häufiger und intensiver. Dass Deutschland vermehrt von solchen Ereignissen betroffen ist, zeigt ein Positionspapier des Gesamtverbandes der Versicherer aus dem Dezember 2025. Dort heißt es: "Die Klimaschäden haben sich in Deutschland seit 1980 verfünffacht." Dabei geht es nicht nur um die rund 400.000 Gebäude in Deutschland, die - etwa wegen ihrer direkten Lage an Flüssen - von Hochwasser gefährdet sind. Sondern um nahezu fast alle rund 20 Millionen Wohngebäude in Deutschland. Nur etwas mehr als die Hälfte davon ist auch gegen Hochwasser und Starkregen versichert. Orte die früher als sicher galten, sind es nicht mehr. Plötzlicher Starkregen sei, so Grimm, mittlerweile nahezu überall in Deutschland möglich. Auch da, wo bisher noch nie etwas passiert sei. Dass die Schadenssumme im vergangenen Jahr etwas geringer ausgefallen sei, nennt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Versicherer schlicht "Glückssache": "Insgesamt nehmen die klimawandelbedingten Extremwetterereignisse jedoch zu."













