Louvre-Eintritt wird für Nicht-Europäer deutlich teurer
ZDF
Wer aus den USA, China oder Japan nach Paris reist, um die Mona Lisa im Louvre zu bewundern, muss ab heute tiefer in die Tasche greifen.
Wer aus den USA, China oder Japan nach Paris reist, um die Mona Lisa im Louvre zu bewundern, muss ab heute mehr Eintritt zahlen. Die Regierung hofft auf Geld für die Renovierung. 32 Euro und damit 45 Prozent mehr als bislang müssen Nicht-Europäer ab sofort zahlen, um sich die Mona Lisa und andere weltberühmte Kunstwerke im Pariser Louvre anzusehen. Dort und in fünf weiteren bedeutenden französischen Museen wird damit ein Zwei-Klassen-System für die Besucher eingeführt, das im internationalen Vergleich unüblich ist. Die Regierung in Frankreich will die Mehreinnahmen vor allem in die kostspielige Renovierung des Louvre stecken. Zuletzt machte das Museum mit einem spektakulären Einbruch im Oktober sowie Personalstreiks Schlagzeilen. Für Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, also der EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein, bleiben die Louvre-Ticketpreise gleich. Die vielen Besucher aus Ländern wie den USA, Japan oder China müssen nun hingegen statt bisher 22 nun 32 Euro berappen, um sich das meistbesuchte Museum der Welt von innen anzuschauen. Im Schloss Chambord, einem prächtigen Renaissance-Bau im Loiretal, steigt der Eintrittspreis für die Nicht-Europäer um 10 auf 31 Euro und im Schloss Versailles wird es für sie immerhin drei Euro teurer. Das Zwei-Klassen-Ticketsystem wird außerdem in den prunkvollen Pariser Bauten Conciergerie, Sainte-Chapelle und Opéra Garnier eingeführt. "Ich möchte, dass die Besucher von außerhalb der EU mehr für ihre Eintrittskarten zahlen und dass diese Mehreinnahmen die Renovierung des nationalen Kulturerbes finanzieren", hatte die französische Kulturministerin Rachida Dati bereits Ende 2024 geworben. Zugleich räumte sie ein, dass dies einen "echten Bruch in der Preispolitik" der französischen Museen bedeute.













