Retten Start-ups die deutsche Wirtschaft aus der Krise?
ZDF
Die Zahl der Großinsolvenzen steigt alarmierend. Gleichzeitig werden so viele Start-ups gegründet wie nie zuvor. Gelingt so die Transformation?
Die Zahl der Großinsolvenzen steigt alarmierend. Gleichzeitig werden so viele Start-ups gegründet wie nie zuvor. Schafft Deutschland so die Transformation? "Die deutsche Wirtschaft ringt nicht mehr nur mit Kopfschmerzen - sie hat Fieber bekommen", beschreibt Jonas Eckhardt, Partner bei der Transformationsberatung Falkensteg, die aktuelle Situation gegenüber ZDFheute. Die weiter zunehmende Zahl an Großinsolvenzen verdeutlicht die tiefgreifenden Probleme der deutschen Wirtschaft. Dem Negativrekord stehen an anderer Stelle positive Rekordzahlen bei den Start-up-Gründungen gegenüber. Es wird so viel gegründet wie noch nie - "Krisenzeiten sind Gründerzeiten" heißt es hier. Befinden wir uns in einer Transformation, die Deutschland in einen neuen wirtschaftlichen Aufbruch führt? Oder nutzen Start-ups wenig, wenn das Fundament des Standorts erodiert? Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. 2025 mussten 471 Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz Insolvenz anmelden, rund 25 Prozent mehr als 2024. Besonders oft trifft es das verarbeitende Gewerbe wie Metallwarenhersteller und die Zulieferindustrie. Auch Elektrotechnikunternehmen gehören mittlerweile zu den Branchen mit den höchsten Insolvenzzahlen. Laut Studienautor Jonas Eckhardt legen die Zahlen die strukturellen Probleme hierzulande offen: "Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig im internationalen Vergleich, insbesondere bei den Kosten. Da sind die Energie- und die Bürokratiekosten, aber sicherlich auch die hohen Arbeitskosten." Dazu kommt, dass die betroffenen Branchen auch technologisch nicht mehr führend seien und andere Länder wie China teils bessere Produkte zu einem günstigeren Preis anböten. So dürfte sich der Trend bei den Insolvenzen auch im laufenden Jahr fortsetzen. Staatliche Impulse greifen bislang nicht ausreichend, während der internationale Wettbewerbsdruck weiter zunimmt.













