Patagonien kämpft gegen verheerende Waldbrände
ZDF
Heftige Waldbrände zerstören große Flächen im Süden Argentiniens. Einsatzkräfte kämpfen in Patagonien gegen Flammen, Wind und Trockenheit.
In Patagonien lodern weiter die Flammen. Tausende Hektar Wald sind bereits zerstört, Hunderte Helfer kämpfen gegen die Brände und die wohl schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. In Patagonien im Süden von Argentinien haben heftige Waldbrände in den vergangenen Tagen den Behörden zufolge mehr als 15.000 Hektar Fläche zerstört. In einem Gebiet nahe der kleinen Stadt Epuyén in den Anden wüteten die Feuer seit vergangenem Montag auf einer Fläche von fast 12.000 Hektar, wie die Feuerwehr der Provinz Chubut mitteilte. Weitere 3.800 Hektar stünden in Chubut und der Nachbarprovinz Santa Cruz in Flammen, erklärte Argentiniens Notfallbehörde. Die argentinische Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Brände vorsätzlich gelegt worden sind. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass radikale Gruppen aus dem Umfeld des indigenen Volks der Mapuche für die Brandstiftungen verantwortlich sein könnten. Insgesamt seien mehr als 500 Feuerwehrleute, Polizisten und Hilfskräfte gegen die Flammen im Einsatz. Dutzende Anwohner unterstützen zudem die Einsatzkräfte vor Ort. Ein Feuerwehrmann wurde mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert, wie argentinische Medien unter Berufung auf Gesundheitsbehörden berichteten. In einigen Teilen der Region entspannte sich die Lage etwas nach einsetzendem Regen. Der Gouverneur der Provinz Chubut, Ignacio Torres, sagte in einem Radiointerview, die Situation sei zwar ruhiger, bleibe aber weiterhin "sehr kritisch". Er rief dazu auf, "nie wieder die Folgen des Klimawandels herunterzuspielen". Die Provinz erlebe "die schlimmste Dürre seit 1965". Im vergangenen Jahr waren bei Waldbränden bereits 32.000 Hektar Fläche zerstört worden.













