Merz fordert Ende "übermäßiger Abhängigkeit" von den USA
ZDF
Friedrich Merz hat die Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet. Schwerpunkte sollen der Ukraine-Krieg und die transatlantischen Beziehungen sein.
Bundeskanzler Merz hat die Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet - mit klaren Worten. Schwerpunkte des Treffens sind der Ukraine-Krieg und die transatlantischen Beziehungen. "Wir müssen miteinander reden, dringender denn je." Klarer könnte der Appell von Kanzler Friedrich Merz nicht sein, mit dem er am Freitag die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eröffnete. Über 60 Staats- und Regierungschefs nehmen an der dreitägigen Konferenz teil - und zu besprechen gibt es genug. Denn es sind zweifelsohne neue Zeiten, in denen die MSC stattfindet. Zeiten, für die man in Europa Vorkehrungen treffe, wie Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Rede im Bayerischen Hof erklärte. Und er betonte zugleich: Der Kanzler machte sich dafür stark, weniger abhängig von den USA zu sein. "Niemand hat uns in die übermäßige Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten gezwungen, in der wir uns zuletzt befunden haben", sagte Merz. "Diese Unmündigkeit war selbstverschuldet. Aber diesen Zustand lassen wir jetzt hinter uns, lieber heute als morgen." Der Kanzler warnte zudem vor einer Gefährdung der Freiheit in einer von Großmächten geprägten Welt: "In der Ära der Großmächte ist unsere Freiheit nicht mehr einfach gegeben - sie ist gefährdet." Wer die Freiheit behaupten wolle, müsse die Bereitschaft zu Veränderung und "auch zu Opfern" haben. Die von Merz angesprochenen Spannungen zwischen Europa und den USA sind neben dem Ukraine-Krieg ein Schwerpunkt bei der diesjährigen Sicherheitskonferenz.













