Innenministerium: 20 Straftäter nach Afghanistan abgeschoben
ZDF
Die Regierung hat erstmals Straftäter mit einem Charterflug direkt nach Afghanistan abgeschoben. Grundlage ist eine Vereinbarung mit den Taliban.
Deutschland hat nach Angaben des Innenministeriums erstmals Straftäter mit einem Charterflug direkt nach Afghanistan abgeschoben. Grundlage ist eine Vereinbarung mit den Taliban. Deutschland hat Menschen per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Es seien 20 afghanische Straftäter mit einem Charterflug von Leipzig nach Kabul gebracht worden, teilte das Bundesinnenministerium mit. Nach Angaben des Ministeriums war es der erste Charterflug, der ohne die Unterstützung anderer Staaten auf Grundlage einer direkten Vereinbarung zustande kam. Bei vorigen Flügen hatte Katar vermittelt. Mitarbeiter des Ministeriums haben nun eine Vereinbarung mit den islamistischen Taliban gefunden. Die Kontakte zu den Taliban sind umstritten, denn offiziell unterhält die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu den Islamisten, die seit August 2021 wieder in Afghanistan an der Macht sind. Wegen ihrer Missachtung von Menschen- und vor allem Frauenrechten sind sie international isoliert. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte: "Die Abschiebung von Straftätern ist ein zentraler Baustein von Kontrolle, Kurs und klarer Kante in der Migrationspolitik", so Dobrindt.













