Hilfsorganisation: Lage im Südsudan "völlig verzweifelt"
ZDF
Im Südsudan sind laut Oxfam Hunderttausende Menschen akut von Hunger betroffen. Die Krise im Land verschärfte sich zuletzt wieder.
Im Südsudan sind laut der Hilfsorganisation Oxfam Hunderttausende Menschen akut von Hunger betroffen, vielen droht der Tod. Die Krise im Land verschärfte sich zuletzt wieder. Inmitten neuer Kämpfe im Südsudan ist die Versorgungslage für Hunderttausende Menschen laut Oxfam dramatisch. Familien seien von Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und dringend benötigter humanitärer Hilfe abgeschnitten, erklärte die Hilfsorganisation. Gesundheitseinrichtungen und Vorräte von Hilfsorganisationen seien geplündert, Beschäftigte zur Flucht gezwungen worden. Oxfam habe aufgrund der schlechten Sicherheitslage Aktivitäten aussetzen müssen. Schon vor den jüngsten Kämpfen seien in der Region Jonglei mehr als 700.000 Menschen von akutem Hunger und Hungersnot betroffen gewesen. Seit Dezember seien nun mehr als 280.000 Menschen vor der Gewalt aus ihren Häusern geflohen. Shabnam Baloch, Oxfam-Landesdirektorin im Südsudan, erklärt: "Einige sind verletzt und kaum noch in der Lage, sich fortzubewegen. Viele sind vom Hungertod bedroht und gezwungen, Wasser aus verschmutzten Flüssen und Sümpfen zu trinken", sagt Baloch und betont: Nach der Unabhängigkeit des Südsudans vom Sudan 2011 begann ein Bürgerkrieg, der 2018 mit einem Abkommen zwischen den Konfliktparteien endete.













