Epstein-Skandal bringt Eliten zu Fall - fast nur in Europa
ZDF
Botschafter, Politiker, Royals wurden durch die Veröffentlichung von Epstein-Akten zu Fall gebracht, aber fast nur in Europa. Warum ist das so?
Ein Prinz, ein Botschafter, Diplomaten, Politiker - sie alle wurden durch die Veröffentlichung von Epstein-Akten zu Fall gebracht. In Europa, nicht in den USA. Warum ist das so? Die Epstein-Akten hatten bereits Folgen für Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Adel und Wirtschaft in Europa und sorgten für Schlagzeilen. Karrieren wurden beendet, strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Nun trat Frankreichs früherer Kulturminister Jack Lang vom Amt des Präsidenten des Instituts der Arabischen Welt zurück, wie das Außenministerium in Paris am Samstag mitteilte. Zuvor war bereits der frühere Botschafter Großbritanniens in den USA, Peter Mandelson, entlassen worden. Er muss womöglich ins Gefängnis. Der britische Premierminister Keir Starmer muss wegen seiner Ernennung Mandelsons zum Botschafter um sein Amt bangen. In Norwegen, Schweden und der Slowakei haben ranghohe Persönlichkeiten ebenfalls einen Schlag versetzt bekommen. Und auch der frühere britische Prinz Andrew hat die Konsequenzen der Veröffentlichungen zu spüren bekommen - er verlor seinen Prinzentitel und sein mit Hilfe von Steuergeldern finanziertes feudales Anwesen. Mit Ausnahme von Prinz Andrew hat es gegen keine der anderen Personen Vorwürfe des sexuellen Fehlverhaltens gegeben. Der Ärger hat sich gegen sie gerichtet, weil sie mit Epstein auch nach dessen Verurteilung noch befreundet waren. Aus den neu veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass sich Jeffrey Epstein ein Netzwerk aus Royals, Politikern, Milliardären, Bankern und Akademikern aufgebaut hatte - insbesondere in Europa. Eine schwedische Vertreterin bei den Vereinten Nationen, Joanna Rubinstein, trat zurück, nachdem ein Besuch auf Epsteins Karibikinsel 2012 bekannt geworden war. Der nationale Sicherheitsberater des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, Miroslav Lajcak, gab seinen Posten wegen eines Austauschs mit Epstein auf, in dem die beiden über "wunderschöne" Mädchen diskutierten.













