Eiskalt erwischt: Iran-Krieg verfolgt Merz bis nach Norwegen
ZDF
Friedrich Merz will in Norwegen die Partnerschaft mit dem Land voranbringen. Einmal mehr wurde der Kanzler dabei von Donald Trump überrascht.
Friedrich Merz und Jonas Gahr Støre wollten die norwegisch-deutsche Partnerschaft voranbringen - und werden dabei einmal mehr eiskalt von einer Entscheidung Trumps überrascht. Die Botschaft dieses Besuchs sollte sein: Europa rückt zusammen, arbeitet an seiner Unabhängigkeit, Deutschland intensiviert seine Partnerschaft mit Norwegen in den Bereichen Energie, Raumfahrt und Verteidigung. Ein guter Plan, allein der Iran-Krieg lenkt von der frohen Kunde ab. Noch auf dem Flug nach Norwegen ist man in der Bundesregierung sicher, auch Donald Trump habe kein Interesse daran, Sanktionen gegen Russland auszusetzen. Doch wenige Stunden später geschieht genau das. Angeblich erstmal nur vorübergehend. Doch Friedrich Merz ist alarmiert. In einem gegenüber den USA ungewohnt scharfem Ton hält der Kanzler die Entscheidung Donald Trumps für "falsch", sie sei "nicht das richtige Signal". Groß ist die Sorge, dass gegenüber Russland, das ohnehin schon vom steigenden Ölpreis profitiert, der wirtschaftliche und auch der politische Druck schwinden könnten, den man braucht, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Das Programm hätte symbolischer nicht geplant sein können. Friedrich Merz fährt erst gar nicht in die Hauptstadt Oslo - seine erste Norwegen-Reise als Kanzler spielt komplett im Hohen Norden. Da, wo es kalt ist und man minütlich daran erinnert wird, wie wichtig eine gute Energieversorgung ist.













