Kuba bestätigt Gespräche mit Trump-Regierung
ZDF
Kuba hat die Gespräche mit den USA bestätigt. Man möchte Probleme identifizieren und lösen, sagt der Präsident Kubas, Miguel Díaz-Canel.
Kuba hat die von den USA bereits angekündigten Gespräche zwischen den Ländern bestätigt. Man möchte Probleme identifizieren und lösen, sagt der Präsident Kubas, Miguel Díaz-Canel. Erstmals seit Beginn der jüngsten Spannungen mit Washington hat Kuba formelle Gespräche mit der US-Regierung bestätigt. "Kubanische Vertreter haben kürzlich Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, um auf dem Wege des Dialogs nach einer möglichen Lösung für die zwischen beiden Ländern bestehenden bilateralen Differenzen zu suchen", sagte der Präsident des sozialistischen Landes, Miguel Díaz-Canel. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mehrfach über laufende Kontakte mit Kuba gesprochen, die von Havanna bisher nicht bestätigt worden waren. Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel steht unter erhöhtem Druck aus Washington. Trump hatte zuletzt durch eine Ölblockade und Zolldrohungen gegen Kubas Öllieferanten den Zugang zu Öl für die Insel weitgehend gestoppt. US-Außenminister Marco Rubio sprach daraufhin von notwendigen wirtschaftlichen Reformen auf der Insel - möglicherweise als Schritt, um später auch eine politische Öffnung zu erreichen. Die Gespräche mit Washington dienen laut Díaz-Canel dazu, Probleme zwischen den beiden Ländern zu identifizieren, Lösungen zu suchen und Bereiche der Zusammenarbeit zu finden. Der Austausch mit Washington sei durch "internationale Akteure" begünstigt worden, sagte er, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Trump hatte Anfang März gesagt, er sei persönlich zusammen mit Rubio an Verhandlungen mit Kuba beteiligt. "Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen", sagte er damals auf einem Gipfel mit konservativen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik. Das nur rund 150 Kilometer von Florida entfernte Land habe kein Geld und kein Öl mehr und sei eine "Katastrophe".













